Akuter Myokardinfarkt: Grundlagen der Pflege

Autor(en): Patrick Büttner

Erkrankungen des Herzkreislaufsystems sind die häufigsten Todesursachen in Deutschland. 2013 verstarben insgesamt 893.825 Personen. Darunter verstarben allein knapp 40 % an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, wobei der akute Myokardinfarkt mit insgesamt 54.538 Verstorbenen die zweithäufigste Todesursache neben der ischämischen Herzkrankheit mit 128.808 Sterbefällen darstellt (1). Ein großer Teil der gesamten Gesundheitsausgaben ist mit 37 Mrd. Euro (knapp 14 %) auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Darunter allein 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2008 auf den akuten Myokardinfarkt und die steigenden Kosten der Diagnose, Behandlung, Pflege und Prävention (2). Herz-Kreislauf-Erkrankungen und insbesondere der akute Myokardinfarkt haben damit eine große Bedeutung insbesondere für Pflegekräfte.

Der Myokardinfarkt zeichnet sich durch einen irreversiblen Untergang von Herzmuskelgewebe (Myokard) infolge unzureichender Sauerstoffzufuhr (Hypoxie) durch meist thrombotischen Verschluss einer oder mehrerer versorgender Herzkranzgefäße aus (3). Im klinischen Sprachgebrauch wird auch von dem akutem Koronarsyndrom, kurz ACS, gesprochen. Es kommt zu einer Myokardnekrose (abgestorbenes Herzmuskelgewebe), die sich innerhalb von 3–12 Stunden ausbildet.

Ausgabe 2, 2015 Artikel lesen

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