Das Symptom Angst im Kontext von Palliative Care

Autor(en): Amelie Meier,
Rubrik: Palliativpflege

Die Palliativphase ist von vielen Symptomen und vielen Belastungen geprägt. Viele Symptome nehmen dabei ganzheitlich und mehrdimensional Einfluss auf den Betroffenen und sein System. Die Belastungen, die mit todbringenden Krankheiten einhergehen, sind zum Teil nur schwer kompensierbar. Genauso individuell, wie die Reaktionen und der Umgang mit einer palliativen Diagnose sein können, genauso vielfältig und eigendynamisch ist auch häufig der Grund für das Verhalten: Angst. Angst im Palliative Care-Kontext bedeutet nicht nur für den Betroffenen Befürchtungen über einen qualvollen Sterbeverlauf oder die Angst vor dem eigenen Existenzende. Der Umgang mit einem so vielschichtigen Symptom bedeutet auch für Professionen einen umsichtigen und individuellen Umgang. Ebenso gehört die Angst zum Leben dazu und ist ein primärer Signalgeber für den Menschen. Die Begleiterfahrungen, die Angst auslösen, sind häufig verheerend, sowohl auf persönlicher, systemischer als auch professioneller Ebene. Angst verhindert und verzerrt nicht zuletzt die Wahrnehmung, sondern beeinträchtigen die Information und die Kommunikation. (7)

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