Demenz-Patienten: Angehörige beraten

Autor(en): Stephanie Thiele
Rubrik: Kommunikation

Die Information und Beratung Angehöriger ist im Krankenhaus an der Tagesordnung und bereitet keinerlei Probleme, sofern es sich bei dem Thema der Beratung um eine Kernkompetenz der jeweiligen Pflegefachkraft und/oder Abteilung handelt. Anders ausgedrückt: Geht es um eine Frage oder ein Anliegen zur Einlieferungsdiagnose, sind die Angehörigen bei den Pflegefachkräften der Station meist direkt an der richtigen Adresse. Gehen Einweisungsgrund (wie z. B. ein Oberschenkelhalsbruch nach einem Sturz) und Beratungsbedarf der Angehörigen (weil etwa der Gestürzte an Demenz erkrankt ist und nun überlegt werden muss, wie eine Versorgung zu Hause sichergestellt werden kann) jedoch komplett auseinander, sind Unsicherheit und Ratlosigkeit seitens der Pflegefachkräfte die häufige Folge.

Fakt ist: Immer häufiger wird das Personal in Krankenhäusern mit demenziell erkrankten Menschen und entsprechend Hilfe suchenden Angehörigen konfrontiert. Eine Empfehlung, die in so einem Fall grundsätzlich Sinn macht, ist der Verweis an den Sozialdienst des jeweiligen Krankenhauses. Hilfreich ist es jedoch zudem, wenn auch die zuständige Pflegekraft bereits erste Auskünfte geben bzw. auf Anfragen kompetent reagieren kann. Nicht allein, weil das Vertrauen von Patienten und Angehörigen gegenüber dem Stationspersonal häufig bereits über ein paar Tage gewachsen ist, sondern auch, weil fundierte Kenntnisse der Thematik „Demenz“ die Pflege positiv beeinflussen und somit das Wohlbefinden des Patienten entscheidend steigern – unabhängig von der jeweiligen Einweisungsdiagnose.

Ausgabe 3, 2017 Artikel lesen

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