Die Schmerztherapie aus pflegerischer Sicht

Autor(en): Raimond Ehrentraud

Schmerz ist ein Kardinalsymptom bei Erkrankungen, Operationen oder stellt selbst eine Krankheit (Chronifizierung) dar. Jeder Mensch hat das Recht auf eine zeitgemäße, dem aktuellen Wissen entsprechende Schmerzbehandlung. Vorbeugung und Behandlung von Schmerzen können in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen nur dann systematisch und erfolgreich vorgenommen werden, wenn es zu einer verbindlichen interprofessionellen und interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen kommt. Hierbei nehmen Pflegefachkräfte, bedingt durch ihre Patientennähe und pflegerische Expertise, eine besondere Rolle ein. Sie kommunizieren, beobachten, dokumentieren, tauschen sich mit den Angehörigen aus und können somit wertvolle Informationen an Ärzte, Physiotherapeuten usw. weitergeben, um eine adäquate Schmerzbehandlung zu ermöglichen. Nationale Expertenstandards und Leitlinien unterstützen sie dabei, generalisiertes, evidenzbasiertes Wissen und damit verbundene Assessments erfolgreich in die Praxis umzusetzen.

Im klinischen Alltag ist es von grundlegender Bedeutung, dass eine regelmäßige und bedarfsorientierte Schmerzerfassung und-dokumentation durch Pflegende erfolgt. Dabei sind die spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Patientengruppen, wie z. B. chronisch Erkrankte, an Demenz erkrankte Patienten, Kinder, zu berücksichtigen, um eine individuelle, fachlich korrekte schmerztherapeutische Versorgung zu gewährleisten.

Ausgabe 2, 2015 Artikel lesen

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