Kinderwunsch trotz Krebserkrankung

Autor(en): Marion Mecklenborg
Rubrik: Fallbericht

Zusätzlich zu den naheliegenden Ängsten und Fragen, die ihre Erkrankung aufwirft, müssen sich junge Patienten/innen kurz nach der onkologischen Diagnose und vor Behandlungsbeginn auch mit folgendem Thema auseinandersetzen: Möchte ich nach überstandener Krebstherapie eine Familie gründen oder plane ich weitere Kinder? Denn: Ihre Entscheidung, zukünftig noch Kinder bekommen zu wollen, muss vor dem Behandlungsbeginn erfolgen. Tatsache ist: Onkologische Therapien, die helfen den Krebs zu besiegen, haben oft Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Verschiedene Behandlungsmethoden bergen unterschiedliche Risiken. So kann es sein, dass während einer Operation tumorbefallenes Gewebe (z. B. der Eierstock) entfernt werden muss. Hingegen werden während einer Chemotherapie oder Bestrahlung nicht nur Krebszellen vernichtet, sondern die Behandlungen haben häufig auch Auswirkungen auf gesunde Ei- oder Samenzellen und damit letztendlich auf die Fruchtbarkeit. Ein wichtiger Grund, sich mit dem Thema „Kinderwunsch“ schon vor der Behandlung auseinanderzusetzen – selbst wenn die Zeit den Patienten im Nacken sitzt.

Ausgabe 1, 2018 Artikel lesen

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