Mangelernährung unter Zytostatikatherapie

Autor(en): Thirza Oetter

Ein großer Teil aller onkologischen Patienten (nach Schätzungen bis zu 25 %) sterben an den Folgen einer Mangelernährung und nicht an ihrer Grunderkrankung. Die zentralen Ursachen und Folgen von Mangelernährung unter Zytostatikatherapie sowie die Möglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung dieses Krankheitsbildes sind von zentraler Bedeutung für die Pflege. Die klinische Relevanz des Themas erklärt sich über signifikant erhöhte Komplikations- und Mortalitätsraten. Die besondere Bedeutung für den Bereich der Onkologie liegt in den mit Mangelernährung einhergehenden malignen Grunderkrankungen. Ziel ist es, Pflegekräfte für dieses Thema zu sensibilisieren und damit eine Verbesserung der Ernährungssituation der Patienten zu erreichen. Daher sind ein einheitliches Verständnis des Begriffs „Mangelernährung“, das Wissen um vorhandene Screeningmethoden, deren Ursachen und Folgen sowie Therapieansätze wichtig. Es gibt viele Möglichkeiten, pflegerische Abläufe zu verbessern und damit die Behandlung zu optimieren. Um die Ernährungssituation der Patienten positiv zu beeinflussen, müssen individuelle Bedürfnisse beachtet werden. Indem ein angepasstes Screeningverfahren implementiert wird, können Pflegekräfte rasch erforderliche Maßnahmen einleiten. Weiterhin ist ein interdisziplinäres Ernährungsteam hilfreich.

Ausgabe 3, 2015 Artikel lesen

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