Pflege bei intraaortalen Ballonpumpen (IABP)

Autor(en): Sebastian Sander
Rubrik: Intensivmedizin

Mit der intraaortalen Ballonpumpe kann die hämodynamische Situation schwer erkrankter, intensivpflichtiger Patienten signifikant verbessert werden. Dazu wird zumeist über die Arteria femoralis ein mit Helium befüllbarer Katheter eingebracht, der die Herzaktionen unterstützt und somit das Herz entlastet. Der Eingriff kann entweder im Herzkatheter-Labor oder direkt auf der Intensivstation erfolgen. Eine vollständige Sedierung des Patienten ist nicht nötig, da beim Vorschieben des Katheters in der Aorta keine Schmerzen empfunden werden. Eine lokale Betäubung ist daher bei dem Eingriff ausreichend. Mittels Röntgenkontrolle wird dann die korrekte Lage des Katheters überprüft. Dieser intraaortale Ballonkatheter wird anschließend mit dem Herzunterstützungssystem (dem IABP-Gerät) verbunden. Da sich die Betreuungssituation jedoch häufig aufgrund der Multimorbidität des Patienten als sehr komplex erweist, ist ein hohes Maß an Erfahrung und interdisziplinärer Zusammenarbeit gefordert. Dies erstreckt sich über das Handling der Geräte bis zum Erkennen von frühzeitigen Komplikationen und der psychosozialen Betreuung des Patienten und dessen Angehörigen. 

Ausgabe 4, 2018 Artikel lesen

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