Pflege bei Laryngektomie

Autor(en): Imke Hiber

Das Larynxkarzinom (= Kehlkopfkrebs) ist eine weit verbreitete Erkrankung im Kopf-Hals-Bereich. Jedes Jahr erkranken in der Bundesrepublik Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts Berlin etwa 3.200 Männer und 600 Frauen. (1) Es gibt bestimmte Risikofaktoren (z. B. Rauchen, Alkohol), die nachweislich eine Krebserkrankung in diesem Gebiet begünstigen.

Je früher eine Krebserkrankung im Rachen oder Kehlkopf erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen.

Besonders die pflegerische Unterstützung von betroffenen Menschen bedarf des Fachwissens, da die Einschränkungen nicht nur im Bereich der Nahrungsaufnahme und des Sprechens liegen. Vielmehr benötigt der Patient eine umfassende Pflege mit einem besonderen Augenmerk auf die Versorgung des Tracheostomas nach der Entfernung des Kehlkopfes. Die Patienten sind nicht nur von einer tödlichen Krebserkrankung betroffen, sondern haben häufig äußerlich sichtbare Veränderungen/Missbildungen, die sie in ihrem Umgang mit anderen Menschen beeinträchtigen. Somit ist auch die psychosoziale Unterstützung ein wichtiger Punkt in der Behandlung. Der Umgang mit Menschen mit einer Krebsdiagnose im Nasen-Rachenbereich bedarf viel pflegerischer Unterstützung, besonders in der 1. postoperativen Zeit im Krankenhaus. 

Ausgabe 3, 2019 Artikel lesen

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