Postoperatives Delir auf der Intensivstation

Autor(en): Patrick Fuchs
Rubrik: Intensivmedizin

Das postoperative Delir ist mit 87 % die häufigste psychische Erkrankung während eines Aufenthaltes auf der Intensivstation. Durch ein Delir verlängern sich der Krankenhausaufenthalt sowie die Beatmungsdauer des Patienten signifikant. Eine erhöhte Mortalität, Einfluss auf die Lebensqualität sowie kognitive Defizite sind mögliche Folgen. Bei 80 % der untersuchten Patienten wurden 6 Monate nach Ende des Krankenhausaufenthalts immer noch kognitive Beeinträchtigungen festgestellt. Die Studienlage lässt bei der Pathophysiologie, der Medikation, den Risikofaktoren und der Behandlung Fragen offen. Gezielte Maßnahmen zur Wahrnehmungsförderung des Patienten, Möglichkeiten der Orientierung und der Einbezug von Angehörigen können bei der Prävention und Therapie helfen. Pflegekräften auf der Intensivstation kommt dabei besondere Bedeutung zu, da sie viel Zeit mit dem Patienten verbringen. Das bedeutet in der Durchführung allerdings auch eine besondere Herausforderung: Denn delirante Patienten reagieren häufig nicht adäquat.

Ausgabe 4, 2018 Artikel lesen

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