Rasselatmung am Lebensende

Autor(en): Horst Küpper
Rubrik: Palliativpflege

Die geräuschvolle Atmung (Rasselatmung) in den letzten Stunden oder Tagen des Lebens gehört zu den häufigsten und am schwierigsten zu behandelnden Symptomen am Lebensende. Trotz medikamentöser und pflegerischer Maßnahmen ist es manchmal nicht möglich, die Rasselatmung zufriedenstellend zu behandeln. In der medikamentösen Therapie wird der frühzeitige Einsatz von Anticholinergika zur Symptomkontrolle empfohlen. Jedoch besteht bei den medikamentösen Behandlungsmaßnahmen keine hinreichende Evidenz zur Symptomkontrolle der Rasselatmung. Ebenso basiert die Wirksamkeit einiger pflegerischer Interventionen überwiegend auf Erfahrungswissen. Der Patient ist zum Zeitpunkt des Auftretens von Rasselatmung oft nicht bewusstseinsklar. So wird das Symptom in der Regel von den Patienten nicht als Dyspnoe wahrgenommen und von Angehörigen und Pflegenden somit häufig als belastender empfunden als von den Patienten selbst. Rasselatmung kann als Vorhersagewert für den baldigen Tod gedeutet werden. Häufig tritt sie ein bis drei Tage vor dem Tod auf. Hilfreich ist es, die Angehörigen frühzeitig über das Symptom des Atemrasselns wie auch über den gesamten Sterbeprozess aufzuklären. 

Ausgabe 1, 2016 Artikel lesen

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