Schädel-Hirn-Trauma: Ursachen und Behandlung

Autor(en): Danica Peters

Das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) gehörte 2016 zu den 10 häufigsten Diagnosen, wegen derer Patienten stationär in deutschen Krankenhäusern behandelt wurden. SHT werden anhand der Glasgow-Koma-Skala unterschieden, die zur Einschätzung des Bewusstseins bei neurologischen Schädigungen des Gehirns dient. Es gibt verschiedene Schweregrade: SHT Grad I, auch Commotio cerebri oder Gehirnerschütterung genannt. SHT Grad II, auch als Contusio cerebri oder Gehirnprellung bezeichnet und das SHT Grad III, auch Compressio cerebri oder Gehirnquetschung genannt. Die Symptome reichen je nach Schweregrad von Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel bis hin zu motorischen Ausfällen oder Koma. Am Anfang der Diagnostik stehen eine ausführliche Anamnese, die Einschätzung des neurologischen Status und die bildgebende Diagnostik. Eine intensive Überwachung des Herz-Kreislauf-Systems und des neurologischen Status helfen, Komplikationen wie eine Hirnblutung oder einen erhöhten Hirndruck zu erkennen. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad des SHT. Während der Betroffene mit einem SHT Grad I vielleicht sogar nach einer kurzen Phase der Überwachung unter Beobachtung nach Hause gehen darf, kann es bei einem SHT Grad III zu einer Eröffnung der Schädeldecke mit anschließender langer Rehabilitation kommen. Die weitere Therapie orientiert sich an den Beschwerden des Erkrankten und kann aus Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Psychotherapie und/oder einer symptomatischen medikamentösen Therapie bestehen.

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