Supervision: Sinn & Nutzen im Klinikalltag

Autor(en): Andre Müller
Rubrik: Kommunikation

Während Supervision in psychosozialen Einrichtungen Tradition hat, findet sie sich in somatischen Abteilungen immer noch vergleichsweise selten. Doch gerade in somatischen Grenzbereichen mit einer hohen körperlichen, psychischen und emotionalen Belastung, lässt sich in den letzten Jahren ein Umdenken beobachten. Dem teilweise schlechten Ruf der Supervision steht heute eine moderne methodenintegrative Beratung entgegen, die sich ihren Platz in den Kliniken erobert. Der Begriff Supervision fungiert derweil als Überschrift für eine passgenaue und individuelle Beratungsarbeit. Neben den verschiedenen Möglichkeiten, die moderne Supervision bietet, ist es wichtig, welche Person (Berater/in) zu welchem Team passt und welchen fachlichen Hintergrund er/sie mitbringt.
Wenn ein Team der Einführung von Supervision skeptisch gegenübersteht, sollte genau geschaut werden, welchen Hintergrund diese Haltung hat. Denn oft zeigt gerade diese ablehnende Haltung einen erhöhten Handlungsbedarf seitens der Leitung. Ob Supervision dann tatsächlich das geeignete Mittel ist, wird sich zeigen, aber bei aller Skepsis sollte die Möglichkeit einer begleitenden Beratung niemals außer Acht gelassen werden. Falls nur 1 Mitarbeiter vor Burnout oder anderen Krankheiten bewahrt wird, hat sich die Investition bereits gelohnt und refinanziert.

Ausgabe 2, 2018 Artikel lesen

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